MuSE verbindet führende Epilepsie-Zentren im deutschsprachigen Raum, um durch gemeinsame Forschung und standardisierte Datenerhebung die Versorgung von Menschen mit Epilepsie nachhaltig zu verbessern.
Epilepsie betrifft weltweit über 50 Millionen Menschen und ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie bleibt etwa ein Drittel aller Patienten pharmakoresistent – das heißt, ihre Anfälle lassen sich mit Medikamenten allein nicht ausreichend kontrollieren.
Multizentrische Forschungsnetzwerke sind der Schlüssel zu Fortschritten in der Epileptologie. Durch die Bündelung von Patientendaten, klinischer Expertise und Forschungsinfrastruktur über mehrere Zentren hinweg entstehen Studien mit höherer statistischer Aussagekraft, repräsentativeren Patientenkollektiven und schnellerer Rekrutierung.
Deutschland, Österreich und die Schweiz verfügen über eine Vielzahl spezialisierter Epilepsie-Zentren mit erstklassiger technischer Ausstattung und langjähriger klinischer Expertise. Die enge sprachliche und kulturelle Verbundenheit im DACH-Raum bietet ideale Voraussetzungen für die wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Die DACH-Region beheimatet einige der weltweit führenden epileptologischen Einrichtungen – von universitären Epilepsie-Ambulanzen bis hin zu hochspezialisierten Epilepsiechirurgie-Programmen.
MuSE – Multizentrische Studien in der Epileptologie – wurde mit dem Ziel gegründet, ein unabhängiges, kooperatives Netzwerk für die epileptologische Forschung im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Die Initiative entstand aus dem Bedürfnis, die fragmentierte Forschungslandschaft zu bündeln und Synergien zwischen Kliniken, Universitäten und Forschungseinrichtungen zu schaffen.
MuSE setzt auf Transparenz, wissenschaftliche Unabhängigkeit und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Durch standardisierte Erhebungsinstrumente, einheitliche Studienprotokolle und eine gemeinsame Dateninfrastruktur ermöglicht das Netzwerk multizentrische Studien höchster Qualität – von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung.
Klinische Fragestellungen erkennen und multizentrisch formulieren
Standardisierte Studienprotokolle und Erhebungsinstrumente
Zentrenübergreifende, harmonisierte Datensammlung
Gemeinsame Auswertung und internationale Veröffentlichung
Die zentrale Mission von MuSE ist die nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualität für Menschen mit Epilepsie im DACH-Raum. Dies erreichen wir durch evidenzbasierte, multizentrische Forschung, die direkt in die klinische Praxis einfließt.
MuSE steht allen Epilepsie-Zentren, Kliniken und Forschungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum offen, die sich für die Weiterentwicklung der Epileptologie engagieren möchten. Ob erfahrenes Universitätszentrum oder aufstrebendes klinisches Team – jeder Beitrag stärkt das Netzwerk.
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