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Visuelle Aura bei Migräne und Epilepsie

Status
Konzept
Koordination
PD Dr. med. Elisabeth Kaufmann (LMU München)
Kontakt
Elisabeth Kaufmann
[email protected]

Hintergrund

Visuelle Auren treten sowohl bei Migräne als auch bei Epilepsie auf. Insbesondere bei isoliertem Auftreten ist die ätiologische Zuordnung herausfordernd, auch weil eine Komorbidität zwischen Epilepsie und Migräne besteht und im Rahmen epileptischer Anfälle häufig begleitend Kopfschmerz auftritt. Bisherige Klassifikationssysteme helfen bei der Identifikation visueller migränöser Auren bei klassischer Manifestation, die Evidenz zu differenzierenden Merkmalen ist jedoch auf kleine unizentrische Analysen beschränkt.

Ziele

Klinische Charakteristika der visuellen Aura bei Epilepsie und Migräne im Kindes- und Erwachsenenalter.

Methoden

Fragebogen-basierte Erhebung von: demographischen Eckdaten, Krankheitsbeginn/-dauer, Familienanamnese, Attackenfrequenz, Assoziation zum Hormonzyklus, Kopfschmerzcharakteristika (Häufigkeit, Qualität, Intensität, Lokalisation), Begleitsymptomen, Charakteristika der visuellen Aura (Dauer, Stereotypie, Farbigkeit, Manifestationsform). Zusätzlich: Auswahl an Manifestationsmöglichkeiten, Freifeld zum Zeichnen der eigenen visuellen Aura, Freitextfeld für Anmerkungen.

Teilnahme

Einschlusskriterien:
– Kinder ab dem 10. Lebensjahr sowie einwilligungsfähige Erwachsene
– Migräne mit visueller Aura (ICHD-III) oder fokale Epilepsie mit bekannter visueller Aura oder okzipitalem Anfallsfokus
– Behandlung in einem Zentrum des Deutschen Kopfschmerzregisters und/oder des MuSE-Netzwerks

Ausschlusskriterien:
– Kinder unter 10 Jahren
– Vollständig erblindete Personen
– Nicht einwilligungsfähige Personen bzw. fehlende Zustimmung der Erziehungsberechtigten

Zentren mit Epilepsie-Ambulanz bzw. EEG-Video-Monitoring und/oder Kopfschmerzambulanz können teilnehmen. Voraussetzung: Ethik, Datenschutz und Kooperationsvertrag sind erfüllt.